Einige zusätzliche Infos

Wenn wir die Suchmaschine unseres geringsten Misstrauens bemühen und damit durch das weltweite Netz stöbern, können wir (gelegentlich) ganz interessante Informationen finden.

  • In Deutschland wird alle 3,5 Minuten ein Einbruch verübt, das sind so etwa 205 Einbrüche jeden Tag und noch mal 205 Einbrüche jede Nacht, macht also 2.870 in der Woche bzw. 149.240 Einbrüche im Jahr.

Vielleicht hätten einige davon durch Hunde verhindert werden können?

  • Auf jeden Fall scheinen sich Hunde gut als so eine Art „verkleidete Paarvermittler“ zu eignen. Immerhin behaupten 77% der befragten Hundebesitzer, dass der Hund bei der Partnersuche hilft.
  • 69% der in Deutschland lebenden Hunde sind Rassehunde, gehören also einer der (mehr als) 350 anerkannten Hunderassen an, 31% sind Mischlinge. Die Ankaufskosten für einen Rassehund belaufen sich auf bis zu 3.000 Euro.
  • Zu den hierzulande lebenden Hunden kommen jedes Jahr etwa 500.000 Hunde dazu; 11,7% (58.500) aus dem europäischen Ausland, 28,2% (141.000) aus heimischen Tierheimen, 34,7% (173.500) von Züchtern und 25,4% (127.000) aus privater Hand.

Statistiken dieser Art mag ich ja eigentlich gar nicht. Die einzige Aussage hier ist, dass von den 500.000 jährlich dazukommenden Hunden in Deutschland 34,7%, also 173.500 Hunde, von Züchtern kommen. Die anderen Zahlen sind ja wohl sehr schwammig, da nicht davon auszugehen ist, dass alle 173.500 Hunde aus den heimischen Tierheimen auch dort geboren sind. Kommen davon auch einige aus dem Ausland? Wie ist dann diese Zahl zu sehen? Und was heißt dann „aus privater Hand“?

Mit Statistiken ist es ja immer so eine Sache; die einen laufen eifrig jeder Statistik nach, die sie finden können, egal wie dümmlich die auch sein mag, die anderen verteufeln alle Aufstellungen dieser Art als verblendende Zahlendreherei.

Wir stellen uns da jetzt mal in die Mitte und sehen uns das neutral an:

Eine der wichtigsten Grundlagen jeder Statistik ist die Quelle der Zahlen. Ok, es könnte auch helfen, wenn man die Sachen, von denen man spricht, wenigstens im Ansatz versteht; aber vielleicht wird das ja auch überbewertet.

Schon bei der ersten Frage „Wie viele Hunde gibt es eigentlich in Deutschland?“ stolpern wir über ein paar Ungereimtheiten. So sprechen manche Quellen von 10,9 Millionen, andere von 6 Millionen, wieder andere nennen 9,3 Millionen.

Bei so einer Streuung der Werte könnten wir es uns eigentlich einfach machen, irgendeine beliebige Zahl zwischen 3 Millionen und 15 Millionen rausrufen und dazu behaupten, wir wären die einzig wahren Wissenden – ist doch egal, bei der Fehlerquote kann uns doch ohnedies niemand an den Karren fahren.

Aber wie kann das sein? Wie kann in einem Land, in dem gefühlt alles irgendwo geschrieben steht, eine derart große Abweichung zustande kommen? Immerhin sprechen wir da gleich von ein paar Millionen mehr oder weniger – ist jetzt nicht gerade ein Pappenstiel.

Wir zahlen Hundesteuer, so sollte es also einfach sein zu ermitteln, wie viele Hunde in Deutschland leben -  wenn alle gemeldet sind… aber ohne Zweifel gibt es sie, die Dunkelziffer der illegal hier lebenden Hunde; außerdem werden Welpen von den Gemeinden nicht erfasst, was wieder eine Abweichung mit sich bringt. Die meisten allgemeinen Umfragen ermitteln die Haushalte, in denen Hunde leben, aber nicht alle dieser Umfragen kümmern sich um die Frage, ob ein oder mehrere Hunde bei diesen Haltern leben.

Eigentlich ist es aber doch egal. Wir können auch ganz einfach eine der Zahlen als wahr annehmen, dann leben also 10,9 Millionen Hunde in Deutschland.

  • 65 Millionen Euro werden von den Deutschen jedes Jahr beim Hundefriseur gelassen. Deutlich mehr, nämlich 1,8 Milliarden Euro, werden in Deutschland jedes Jahr für Hunde-Accessoires ausgegeben. Das sind immerhin beinahe 5 Millionen Euro pro Tag; oder, übers Jahr gerechnet, 165 Euro pro Hund.
  • Jedes Jahr bezahlen die deutschen Hundebesitzer 1,65 Milliarden Euro für Hundefutter, wobei generell gilt: 92% des Futters ist Fertigfutter (Dosen, Schälchen, Trockenfutter, was auch immer), 8% der Hundebesitzer kochen selbst.

Ich weiß ja nicht – finde ich es jetzt einfach nur schade, dass im Jahr mehr Geld für Stiefelchen, Jäckchen und Blinke-Halsbänder ausgegeben wird, als für Futter oder glaube ich die Zahl sowieso nicht? Wenn wir die angegebene Summe durch die Anzahl der Hunde und die Tage im Jahr teilen, erhalten wir Futterkosten von ca. 40 Cent pro Tag, das scheint mir aber dann doch etwas zu gering. Unsere beiden Hunde „verschlingen“ so ca. 2,5 – 3,0 Euro pro Tag und selbst wenn ich das halbiere liegen wir damit immer noch deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt.

  • Im Durchschnitt schläft ein Welpe am Tag 14 Stunden.
  • Wissenschaftler der Universität Wien haben herausgefunden, dass (einige) Hunde lächeln können. Die Hunde haben sich dieses Verhalten im Laufe ihrer Domestizierung aktiv abgeschaut und es kopiert.
  • Weil sie die Zeit lieber mit ihren Tieren verbringen, sitzen Besitzer von Hunden und Katzen im Durchschnitt pro Tag 22 Minuten weniger vor dem Fernseher, (Vogelbesitzer im Schnitt 10 Minuten mehr).
  • 82,4% der Hundebesitzer verbringen ihren Urlaub gemeinsam mit ihren Hunden.
  • bei 15,5% der Hundehalter hat sich eben durch die Hundehaltung eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation eingestellt.
  • Hundehalter benötigen 7-13% weniger Arztbesuche als Nicht-Hundehalter
  • das deutsche Gesundheitswesen spart durch die Hundehaltung jährlich ca. 2,2 Milliarden Euro ein.

 

...wir werden weiter nach Infos suchen und wenn wir etwas finden, von dem wir meinen, es könnte interessant sein, werden wir das natürlich gerne hier anfügen.